07-30-2026, 11:33 PM
Es mochte ihre Cousine, Tante, Großmutter — wen auch immer; sie gehörte auf jeden Fall zu den Dinosauriern in ihrem Stammbaum — empören, aber ihre Worte verhalfen doch dazu, dass ihre Schwester sich zur Seite bewegte. Endlich konnte sie etwas sehen! Aber da war noch immer nirgendwo eine Braut. Nicht einmal ein Blumenmädchen oder die Geschwister aus der Acillius-Linie, die sich an einem solchen Tag sicher ebenso viel Mühe gaben, mit Schmuck und Schönheit zu bestehen, wie sie. Enttäuscht sanken Tetias Mundwinkel herunter. Selbst der Schimmel war verschwunden, den sie eben geglaubt hatte zu sehen.
Und dann erzählte Rhea ihr von ihrem schlimmsten Albtraum.
Tetia machte den Fehler, auf ihre Worte hereinzufallen, und schielte kurz nach oben zu ihrem Schopf, der mit mehreren pompösen Blumen nach oben gedreht wurde. Da war jedoch nichts vertrocknet oder kaputt.
„Die verwelken gar nicht, du lügst!“
Im Gegensatz zu ihr sah Rhea schlicht aus. Tetia konnte es beim besten Willen nicht verstehen. Wollte sie denn mit niemandem tanzen? Ihr Herz klopfte vor Aufregung, wenn sie nur daran dachte, aber im Gegensatz zu ihrer Schwester war sie noch sehr jung. Als sie in die Gesellschaft eingeführt werden sollte, hatte ein Krieg das Land heimgesucht, und jetzt lag sie ein ganzes Jahr zurück. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, wie es sich anfühlte, wenn man so alt war und noch immer mit niemandem tanzen konnte. Man musste ja nicht gleich heiraten, aber die Aufmerksamkeit eines Mannes sollte man schon mal auf sich ziehen!
Ihre Gedankengänge wurden je unterbrochen, als zwei Hengste in unmittelbarer Nähe gegeneinander krachten. Einer von ihnen war hell; Tetia spitzte augenblicklich die Ohren.
Es musste gewirkt haben. Stunden hatte sie sich bemüht, all die Blumen zusammenzusuchen, und es war ihm tatsächlich aufgefallen. Sein Blick musste an ihr kleben geblieben sein, und aufgrund der Überraschung, die ihr Anblick bewirkte — die zweifelsohne langsam erblühende Schönheit, die sich in ihren Zügen erahnen ließ, musste ihn gefesselt haben — hatte er sich so aus dem Konzept bringen lassen, dass er—
Ew. Es war Lucian.
Tetia musterte den unbeholfenen Schimmel von oben bis unten.
Es war ja schön, dass ihr Anblick ihn hatte stolpern lassen, aber er war viel zu nett. Tetia wollte einen Mann mit Biss, einen, der ihr Herz schneller schlagen ließ und bei dem ihre Freundinnen überrascht die Luft durch die Zähne einsogen, wenn er vor ihr auftauchte und sich vor ihr verneigte. Und während er das tat, hatte er natürlich nur Augen für sie.
Nichts davon war Lucian, denn der hatte gerade bewiesen, dass er nicht einmal vernünftig geradeaus laufen konnte.
Seine Worte ließen ihre Wangen dennoch brennen. Kichernd zu Boden zu blicken, wenn man ein Kompliment bekam, war jedoch etwas für Kinder. Daher richtete sie sich angemessen auf und ignorierte, dass ihr Nacken zu schmerzen begann. Das war die Qual, die man für Schönheit in Kauf nehmen musste.
„Mhmh.“
Sie nahm Lucians Worte entgegen, als würden sie sie überhaupt nicht berühren, und als wäre er nur einer von vielen, der ihr heute schon diese Worte entgegengebracht hatte. Dann hielt sie ohne weiteres wieder Ausschau nach ihm.
Und dann erzählte Rhea ihr von ihrem schlimmsten Albtraum.
Tetia machte den Fehler, auf ihre Worte hereinzufallen, und schielte kurz nach oben zu ihrem Schopf, der mit mehreren pompösen Blumen nach oben gedreht wurde. Da war jedoch nichts vertrocknet oder kaputt.
„Die verwelken gar nicht, du lügst!“
Im Gegensatz zu ihr sah Rhea schlicht aus. Tetia konnte es beim besten Willen nicht verstehen. Wollte sie denn mit niemandem tanzen? Ihr Herz klopfte vor Aufregung, wenn sie nur daran dachte, aber im Gegensatz zu ihrer Schwester war sie noch sehr jung. Als sie in die Gesellschaft eingeführt werden sollte, hatte ein Krieg das Land heimgesucht, und jetzt lag sie ein ganzes Jahr zurück. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, wie es sich anfühlte, wenn man so alt war und noch immer mit niemandem tanzen konnte. Man musste ja nicht gleich heiraten, aber die Aufmerksamkeit eines Mannes sollte man schon mal auf sich ziehen!
Ihre Gedankengänge wurden je unterbrochen, als zwei Hengste in unmittelbarer Nähe gegeneinander krachten. Einer von ihnen war hell; Tetia spitzte augenblicklich die Ohren.
Es musste gewirkt haben. Stunden hatte sie sich bemüht, all die Blumen zusammenzusuchen, und es war ihm tatsächlich aufgefallen. Sein Blick musste an ihr kleben geblieben sein, und aufgrund der Überraschung, die ihr Anblick bewirkte — die zweifelsohne langsam erblühende Schönheit, die sich in ihren Zügen erahnen ließ, musste ihn gefesselt haben — hatte er sich so aus dem Konzept bringen lassen, dass er—
Ew. Es war Lucian.
Tetia musterte den unbeholfenen Schimmel von oben bis unten.
Es war ja schön, dass ihr Anblick ihn hatte stolpern lassen, aber er war viel zu nett. Tetia wollte einen Mann mit Biss, einen, der ihr Herz schneller schlagen ließ und bei dem ihre Freundinnen überrascht die Luft durch die Zähne einsogen, wenn er vor ihr auftauchte und sich vor ihr verneigte. Und während er das tat, hatte er natürlich nur Augen für sie.
Nichts davon war Lucian, denn der hatte gerade bewiesen, dass er nicht einmal vernünftig geradeaus laufen konnte.
Seine Worte ließen ihre Wangen dennoch brennen. Kichernd zu Boden zu blicken, wenn man ein Kompliment bekam, war jedoch etwas für Kinder. Daher richtete sie sich angemessen auf und ignorierte, dass ihr Nacken zu schmerzen begann. Das war die Qual, die man für Schönheit in Kauf nehmen musste.
„Mhmh.“
Sie nahm Lucians Worte entgegen, als würden sie sie überhaupt nicht berühren, und als wäre er nur einer von vielen, der ihr heute schon diese Worte entgegengebracht hatte. Dann hielt sie ohne weiteres wieder Ausschau nach ihm.



