06-25-2026, 01:32 AM
Aufmerksam wanderten die rubinfarbenen Iriden des jungen Hengstes über die weitläufigen Steppen ihrer neuen Bleibe. Wirklich sicher, woher dieses Empfinden rührte, war sich der Windfarbene nicht, doch irgendetwas in ihm sagte ihm, dass auch dieser Ort einer werden sollte, an dem sie bloß Gast waren. Am Ende waren es unrelevante Hirngespinste. Nichts weiter. Dennoch würden ihm der Verlust der Schwarzweite wie auch Valerias eine Lehre sein. Egal, wo sie waren. Egal, wohin ihre Wege sie führten. Der einzig wahre Schutz, der sie vor Leid und Unheil bewahren würde, waren sie selbst. Aufmerksamkeit war essenziell, jede Unachtsamkeit konnte ihnen schneller zum Verhängnis werden als ihnen lieb war. Sie waren noch nicht lange an diesem Ort, vor allem die unter ihnen, die Valeria einst ihre Heimat nannten, in die sie geboren wurden. Es galt sie zu schützen - jeden einzelnen und um jeden Preis.
Nun ja... Und Rhuen wäre nicht Rhuen, wenn er nicht eigennützig seine Pflicht zuletzt doch auch einfach eiskalt vorschob, um nicht Teil des Geschehens zu werden. Nicht in unsinnige Gespräche verwickelt zu werden und stattdessen seine geheiligte Ruhe zu genießen. Er war bekannt dafür, dass seine liebste Gesellschaft schlicht und ergreifend er selbst war, und die jenigen, die sich die Ausnahme nennen durfen, hatten an solch einem Tag wie dem heutigen ihre eigenen Gedanken und Aufgaben, mit denen sie sich auseinandersetzen durften. Oder mussten. So hatte er sich freiwillig als Wachposten zur Verfügung gestellt und nun verweilte er hier am Rande des Geschehens.
Als ihn der ein oder andere Vorbeischreitende mit einem höflichen, kurzen Nicken grüßte, der nächste an ihm vorbeischwebte als wäre er Luft, blickte der Rappe mit dem silberfarbenen Haar seinen Artgenossen nach, während seine Gedanken jedoch kurz beim König weilten. Schon wieder eine Hochzeit. Nero war es seinerzeit zu verdanken gewesen, dass Rhuen als Frischling überhaupt überlebt hatte, schließlich war er es gewesen, der den klagenden Worten seiner Schwester Gehör geschenkt hatte. Er hätte Rhuen auch einfach seinem Schicksal überlassen und verrecken lassen können, denn er hatte absolut keinen sinnvollem Nutzen von einem Waisen aus fremden Landen, den er letztlich mit durchziehen musste. Dass Rhuen heute hier stand, als vollausgebildeter Soldat mit durchaus befleckter Weste und stoischer innerer und äußerer Ruhe, war schlicht und ergreifend der Gnade des Königs zu verdanken. Und heute... Heute tat Nero ihm insgeheim fast schon ein wenig leid. Schon wieder eine Maid, die ihm zugeschoben wurde. Ein neuer Spalt, der befruchtet werden wollte zur Erhaltung der alten Linien.
Himmel. Rhuen war froh, von all dem verschont geblieben zu sein. Er wünschte dem König alles Beste für die Zukunft... Und vor allem endlich seine verfluchte, gottverdammte Ruhe. Er wandte den Blick ab und besah sich weiter seiner Umgebung.
Nun ja... Und Rhuen wäre nicht Rhuen, wenn er nicht eigennützig seine Pflicht zuletzt doch auch einfach eiskalt vorschob, um nicht Teil des Geschehens zu werden. Nicht in unsinnige Gespräche verwickelt zu werden und stattdessen seine geheiligte Ruhe zu genießen. Er war bekannt dafür, dass seine liebste Gesellschaft schlicht und ergreifend er selbst war, und die jenigen, die sich die Ausnahme nennen durfen, hatten an solch einem Tag wie dem heutigen ihre eigenen Gedanken und Aufgaben, mit denen sie sich auseinandersetzen durften. Oder mussten. So hatte er sich freiwillig als Wachposten zur Verfügung gestellt und nun verweilte er hier am Rande des Geschehens.
Als ihn der ein oder andere Vorbeischreitende mit einem höflichen, kurzen Nicken grüßte, der nächste an ihm vorbeischwebte als wäre er Luft, blickte der Rappe mit dem silberfarbenen Haar seinen Artgenossen nach, während seine Gedanken jedoch kurz beim König weilten. Schon wieder eine Hochzeit. Nero war es seinerzeit zu verdanken gewesen, dass Rhuen als Frischling überhaupt überlebt hatte, schließlich war er es gewesen, der den klagenden Worten seiner Schwester Gehör geschenkt hatte. Er hätte Rhuen auch einfach seinem Schicksal überlassen und verrecken lassen können, denn er hatte absolut keinen sinnvollem Nutzen von einem Waisen aus fremden Landen, den er letztlich mit durchziehen musste. Dass Rhuen heute hier stand, als vollausgebildeter Soldat mit durchaus befleckter Weste und stoischer innerer und äußerer Ruhe, war schlicht und ergreifend der Gnade des Königs zu verdanken. Und heute... Heute tat Nero ihm insgeheim fast schon ein wenig leid. Schon wieder eine Maid, die ihm zugeschoben wurde. Ein neuer Spalt, der befruchtet werden wollte zur Erhaltung der alten Linien.
Himmel. Rhuen war froh, von all dem verschont geblieben zu sein. Er wünschte dem König alles Beste für die Zukunft... Und vor allem endlich seine verfluchte, gottverdammte Ruhe. Er wandte den Blick ab und besah sich weiter seiner Umgebung.



